Weltweite Gesundheitswirtschaft im Umbruch

Die Veränderungen durch die globale Weltwirtschaftskrise sind noch gar nicht in ihrem ganzen Umfang zu Tage getreten, schon gibt es die nächsten Krisenherde. Realistisch gesehen gibt es keine Möglichkeit mehr, den globalen Krisen zu entkommen. Allerdings sollte man nicht nur die negativen Seiten – vor allem im Finanzbereich – sehen, sondern sich auch mit den Chancen der weltweiten Wirtschaftskooperation auseinandersetzen.

Ein oft sehr vernachlässigte Aspekt ist dabei der Bereich Gesundheit. Natürlich mag man darüber streiten, denn in der Tat ist die Gesundheit gerade in Entwicklungsländern ein immer noch sehr oft vernachlässigte Punkt. Millionen von Menschen haben nicht genügend zu essen, müssen verseuchtes und verschmutztes Wasser trinken und haben viele Kilometer zu einem oft unbezahlbaren Arzt zurückzulegen. Die moderne Medizin, geschweige denn von Operationen aus puren Eitelkeiten wie plastische Chirurgie zur Schönheitsverbesserung ist diesen Menschen so weit entfernt wie für den Bundesbürger der Mars.

Auf der anderen Seite dagegen gibt es insbesondere in den Schwellenländern eine sehr erfreuliche Entwicklung zu beobachten. Medizinische und Chirurgie -Standards steigen durch den Zufluss an gut ausgebildeten Ärzten, die ihre Heimatländer zurückkehren. Konzentrierte sich die medizinische Forschung in der Vergangenheit nur auf einige wenige Länder (USA, Europa), so sind gerade die asiatischen Ländern im Bereich der Medizin inzwischen sehr aktiv und innovativ. Gut beobachten kann man dies in unserem Bereich Haarausfall, den wir durch unser Forum Haarausfall und Haartransplantation ständig verfolgen. Waren es ursprünglich amerikanische Konzerne, die neue Produkte gegen Haarausfall entwickelten, so hat sich doch hier eine erhebliche Verschiebung ergeben.

Zum einen ist hier die Biotechnologie stark auf dem Vormarsch, dies allerdings in den klassischen Ländern von Europa und USA. Auch deutsche Firmen, wie die Firma Biokyb mit ihrem Konzept gegen Haarausfall, spielen hier mit. Aber schon die führende amerikanische Firma Aderans ist in Wirklichkeit ein japanisches Unternehmen, das global agiert. Verfolgt man die wissenschaftlichen Publikationen, so stellt man fest, dass Länder wie Indien und China hier bereits einen sehr hohen Anteil besitzen. Selbst aus arabischen Ländern gibt es regelmäßig neue Publikationen.

In einem weiteren Bereich haben sich die Schwellenländer bereits fest etabliert. Gerade wenn es um eine Haartransplantation geht, ist heute Deutschland Entwicklungsland, und die innovativen Ärzte sitzen – neben Australien und USA – vor allem in der Türkei und in Indien. In Deutschland gibt es nur wenige Ärzte, die sich mit den neuen Methoden der Haartransplantation überhaupt auseinandersetzen. Daher sieht man auch in der Praxis, dass ein erheblicher Anteil der Betroffenen die Haarverpflanzung im Ausland durchführen lässt. Letztendlich ist eine Eigenhaartransplantation in der Türkei auch deutlich billiger als in Deutschland. Nur Spezialprozeduren wie eine Wimperntransplantation kann nan auch in Berlin durchführen lassen.

Aber kommen wir zurück zu den globalen Aspekt den Haarausfall ist sicherlich kein Thema, was lebenswichtig für die Mehrheit der Menschen ist. Wichtige dagegen ist schon die Entwicklung in der Therapie von AIDS, wo inzwischen preiswerte Therapien in fast allen Entwicklungsländern verfügbar sind. Wir können nur hoffen dass diese positive Aspekt im Bereich der Gesundheit und Medizin einen entsprechenden Fortschritt zeigen wird.